Et läuf för Laufey*

Et läuf för Laufey*

Junge Frauen und Bossa Nova (1)

Es muss vor ungefähr zehn Jahren gewesen sein. Ich saß im Intercity, auf der Rückreise von einem Kundentermin in Berlin. Diese Fahrten mochte ich besonders gerne. Die ganze Anspannung war weg, ich musste keine wichtigen Unterlagen oder die Präsentation noch mal lesen wie auf der Hinfahrt, sondern konnte mich meiner mitgebrachten „Privatlektüre“ widmen. Was gibt es Schöneres, als fünfeinhalb Stunden vor sich zu haben, in denen man nichts anderes tun kann als zu lesen und zu dösen! Mein Buch, in das ich mich nun vertiefte, war ein Sachbuch über brasilianische Musik. Mir gegenüber saß eine junge Frau, vielleicht 18 Jahre alt. Smartphones waren anscheinend noch nicht so verbreitet, denn die junge Frau wurde nicht von einem Iphone und den ganzen Milliarden Dingen des Internet absorbiert, wie das heute so ist. Auch sie las, irgendeinen dicken Roman, schrieb zwischendurch eine SMS oder telefonierte, schaute sich gelegentlich neugierig um, wer gerade zugestiegen war, blickte aus dem Fenster zur Landschaft, an der wir gerade vorbeirauschten und so weiter. Irgendwann schien sie ganz interessiert, was mich denn da wohl die letzte Stunde so gefesselt hatte. „Was lesen Sie denn da?“, fragte sie mich frei heraus. „Das ist ein Buch über Bossanova!“, gab ich gerne Auskunft. Ihren fragenden Blick beantwortete ich mit „Das ist eine Musikrichtung aus Brasilien, die in den 1960er Jahren total angesagt war!“ Ich hatte wohl eine gewisse Begeisterung in der Stimme, denn ich war immer noch großer Fan von João Gilberto und Consorten. Die lapidare Antwort der jungen Frau: „Na, dann!“ Das kam auf eine Art sehr nett rüber und spiegelte doch perfekt wider, wie wenig sie dieses Thema interessierte. Ich musste unweigerlich schmunzeln und versuchte gar nicht weiter, ihr mein Buch zu „verkaufen“. Nach meiner höflichen Gegenfrage nach ihrer Lektüre lasen wir jeder für sich einfach weiter und sprachen nicht mehr miteinander. Trotzdem war es eine nette Stille, eine schöne ruhige Untermalung für Fahrt und Lektüre. Ich ergänze meine Aussage von oben: Noch schöner, als fünfeinhalb Stunden vor sich zu haben, in denen man nichts anderes tun kann als zu lesen und zu dösen ist, dasselbe in netter Gesellschaft zu tun.

Junge Frauen und Bossa Nova (2)

Nun wieder im Jahr 2024. Mir wird auf Instagram ein Clip von einer jungen Frau mit Gitarre angezeigt, die ein sehr hübsches bossanova-mäßiges Lied spielt. Ich erfahre, es ist die Coverversion eines Songs von Laufey. Who is Laufey, denke ich (auf Englisch?), vergesse den Gedanken aber sofort wieder. Am Abend, es ist schon spät, alle Familienmitglieder schlafen längst, blättere ich auf meinem Smart-TV in der arte-Mediathek, und siehe da: es gibt ein aufgenommenes Konzert von – Laufey! Und wenn mich mein intelligentes Fernsehgerät schon zu einem Konzertbesuch einlädt, sage ich doch nicht nein. 

Was folgt, kann ich nur als absolut hinreißend bezeichnen. Das Konzert findet im Barberini Museum in Potsdam statt, inmitten einer Ausstellung von Bildern einiger französischer Impressionisten. Laufey [ˈlœiːvei] erzählt aus dem Off ein wenig über sich, über ihre Herkunft (Island, mit einem chinesischen Elternteil), ihre Musik, ihr Interesse an Kunst … und dann erscheint – sie! Laufey sitzt am Flügel und spielt ihren Song „California and me“. Die Augen behält sie geschlossen. Es ist faszinierend zu sehen und zu hören, wie die Person mit der Musik verschmilzt, von ihr selbst komponiert und getextet, die sie nun singt und auf dem Klavier begleitet – ein Gesamtkunstwerk. Wenn ich in der richtigen Stimmung bin und dem begegne, was ich für echte Kunst halte, fühle ich mich zutiefst inspiriert. So auch hier. Für mich ein Beispiel von makelloser Schönheit: der Anblick, die Musik, plus einer zusätzlichen, unsicht- und unhörbaren aber intensiv fühlbaren Ebene. Das funktioniert tatsächlich über den Bildschirm und wie ich sehe, ist auch das anwesende Publikum völlig beseelt. Viele junge Menschen darunter, die das Erlebnis natürlich mit dem Smartphone festhalten, aber sehr glücklich wirken. Der fünfte Song, mittlerweile hat Laufey das Instrument gewechselt und spielt auf der halbakustischen E-Gitarre, ist „From the start“ – der Titel, über dessen Coverversion ich auf Laufey aufmerksam wurde. Das ist doch Bossa Nova! Interpretiert von einer ganz jungen Frau (24)! Und im Publikum lauter junge Frauen! 

Am nächsten Tag fühle ich mich, als hätte ich eine bedeutende Entdeckung gemacht. Dann wird gegoogelt und schnell zeigen mir die Fakten, dass ich nicht der erste bin, der da was entdeckt hat. „From the Start“ hatte 2023 bereits in Kanada, Australien und in den USA Gold-Status, Laufeys Welttournee ist ausverkauft und nun hat sie den Grammy für das „Best Traditional Pop Vocal Album“ gewonnen. Also alles andere als ein Geheimtipp. Aber es bleibt ein Tipp für Freunde und (junge) Freundinnen der schönen Künste.

* Das ist Kölsch und heißt „Es läuft für Laufey“. Denn Laufey (in der nordischen Mythologie die Frau des Riesen Fárbauti) wird so ähnlich ausgesprochen wie das kölsche läuf und ist daher meine Eselsbrücke.

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